Da für mich, wie für alle anderen, die den gleichen
wunderbaren Studiengang wie ich gewählt haben, dieses Semester ganz unter dem
Thema „
Verschwendung“ steht, kommt man nicht umhin, beim eigenen Konsum drauf
zu achten, was man verwendet, was man verschwendet.
Halt, stopp! Bevor ihr wegklickt, weil ihr ein typisches
„Leute, guckt mal, wieviel Essen ihr wegwerft und arme Kinder müssen hungern!“
erwartet, kann ich euch beruhigen: Auch wenn das sicher ein wichtiges Thema
ist, hat sich die Projektgruppe, in der ich mitarbeite, dagegen entschieden,
die Themen aufzugreifen, die eh schon jedem aus den Ohren herauskommen.
Stattdessen versuchen wir auf unserem Projekt-Blog einen
unkonventionelleren Blick auf Verschwendung zu werfen. Was kann man noch
verschwenden, außerhalb von Essen und Energie? Kann man auch gut verschwenden?
Und was lässt sich vielleicht in einem anderen Kontext neu verwenden?
Um ein kleines Appetithäppchen anzubieten und vielleicht
auch neugierig auf den
Projektblog zu machen, habe ich angefangen, Teile meines
Bio-Mülls wieder zu verwerten.
Iiiih? Nein, was weg muss, schmeiße ich natürlich wie jeder andere auch weg.
Alte Kartoffelschale zum Beispiel. Normalerweise lasse ich die Schale an den
Kartoffeln, aber wenn die Kartoffel schon etwas älter ist, schäle ich sie und
schmeiße die Pelle weg, wie jeder andere auch.
Was mir aber aufgefallen ist: Ich gebe ganz schön viel Geld
für Haut- und Haar-Pflege aus.
Zumindest einen Teil meiner Hautpflege mache ich jetzt aber selbst aus
wiederverwerteten Teebeuteln und Kaffeepads.
Ich habe eine Senseo-Kaffeemaschine, die mit Pads betrieben
wird. Ich wollte keine mit Kapseln, weil das ökologisch eine Katastrophe ist
und eine Pad-Maschine in der Anschaffung zwar etwas teurer ist als viele
Kapsel-Maschinen, sich das Ganze aber schon bald rechnet, weil man pro Tasse
Kaffee nur dann weniger bezahlt, wenn man eine Filter-Kaffeemaschine benutzt
(Das lohnt sich aber bei meiner einen Tasse Kaffee pro Tag wirklich nicht).
Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe Kaffeepads.
Außerdem trinke ich jeden Mittag/Nachmittag eine Tasse
grünen Tee, der soll ja sehr gesund sein.
Die Teebeutel und die Kaffeepads öffne ich nachdem ich damit
mein Getränk gebrüht habe (ruhig abkühlen lassen) und vermische alles in einer
Schale mit ein wenig Olivenöl und ein wenig Hautcreme. Ich hab nämlich vor
kurzer Zeit die Marke gewechselt, habe aber noch Creme von vorher übrig, die
muss ja auch irgendwie weg.
Der Kaffeesatz peelt die Haut ganz wunderbar und grüner Tee
wirkt beruhigend und straffend. Olivenöl/Hautcreme pflegen die Haut.
Wer zu Pickeln oder Rötungen neigt, sollte das Olivenöl
besser weglassen, weil’s die Poren verstopfen kann. Außerdem kann man dann auch
Kamillentee nehmen (sowohl als Flüssigkeit als auch aus dem Teebeutel), der
wirkt entzündungshemmend.
Die Mischung sieht zwar nicht besonders toll aus, aber das
ist ja egal. Man kann sie als Peeling nutzen oder auch als Maske auftragen, und
zwar auf dem ganzen Körper.
In Anti-Cellulite-Cremes ist übrigens auch Koffein und Grüner Tee enthalten,
ich wage zwar zu bezweifeln, dass das gegen Cellulite hilft, aber ein bisschen
hautstraffend wirkt es auf jeden Fall. Man kann das Zeug also überall
hinschmieren.
Die Haut aber nach Benutzung dann immer gründlich reinigen
und mit Pflegecreme nachcremen (ist zumindest bei mir nötig, habe sehr trockene
Haut).
Nicht vergessen den Abfluss dann ab und an vom Kaffeepulver
zu befreien!
Ja ich weiß, ich habe immer gesagt, ich würde nicht über
Beauty-Zeug posten, aber
a) ist die Nachfrage ziemlich groß und
b) liegt der Focus eher auf dem Verschwendungs-/Verwendungsaspekt als auf
Beautytipps.
Man kann ja vielleicht mal drüber nachdenken, wo man ohne
großen Aufwand etwas wiederverwenden kann. Denn ich spare dadurch nicht nur
Geld, sondern tue auch was für die Umwelt. Die Kügelchen, die in den normalen
Peelings enthalten sind, verschmutzen nämlich die Meere.
Geldbeutel und Wale geschont, ich finde doch, das lohnt sich!
http://projektverschwendung.de/wp-content/uploads/2014/07/Geb%C3%A4udeplan.pdf
Wen das jetzt interessiert, der und auch die ist ganz herzlich eingeladen, am
Mittwoch, 16.07.2014
ab 14 Uhr
an der Domäne Marienburg, Hildesheim
in Haus 52, Raum 123
reinzuschauen.
Die Möglichkeit eines Gesprächs mit den Fotografen besteht, ebenso wie
exklusive Previews, was in Zukunft auf dem Blog zu sehen sein wird.
Es lohnt sich sicher!