Am 22. September ist die Bundestagswahl. Eine wichtige Sache,
für ganz Deutschland.
Die Wahlbeteiligung wird immer niedriger, besonders bei Jugendlichen, eine traurige Tatsache, gegen die ProSieben versucht, vorzugehen.
Die Wahlbeteiligung wird immer niedriger, besonders bei Jugendlichen, eine traurige Tatsache, gegen die ProSieben versucht, vorzugehen.
Der Ansatz ist gut, vier Prominente, die versuchen, zwischen
Jugendlichen und Politikern zu vermitteln. Nur leider hapert es an der
Durchführung.
Eine der Prominenten – Rebecca Mir – scheint aus der Sache
lieber ihre persönliche Show zu machen, lässt die Politiker nicht ausreden,
fragt nach Missständen, die schon längst ausgebügelt wurden, wie zum Beispiel
das Gesetz zur Homo-Ehe.
Sie sagt selbst, als Erstwählerin hat sie noch nicht so den Plan von Politik, womit sie ganz klar Recht hat, aber muss man jemand Planlosen dann wirklich zum Mediator zwischen Politikern und anderen Planlosen machen?
Sie sagt selbst, als Erstwählerin hat sie noch nicht so den Plan von Politik, womit sie ganz klar Recht hat, aber muss man jemand Planlosen dann wirklich zum Mediator zwischen Politikern und anderen Planlosen machen?
Und diese Planlosen, diese Erstwähler, sind leider völlig
einseitig dargestellt.
Primär Politik-Verdrossene, die von sich selbst oder auch über ihre Generation sagen, sie würden einfach nicht verstehen, was die Politiker so von sich geben, weil sie so unverständlich sprächen.
Wenn man nur Jugendliche aus Problem-Vierteln ohne Schulabschluss befragt, ist das überhaupt kein Wunder.
Primär Politik-Verdrossene, die von sich selbst oder auch über ihre Generation sagen, sie würden einfach nicht verstehen, was die Politiker so von sich geben, weil sie so unverständlich sprächen.
Wenn man nur Jugendliche aus Problem-Vierteln ohne Schulabschluss befragt, ist das überhaupt kein Wunder.
Ich selbst bin auf Bundes-Ebene ebenfalls Erstwählerin, habe
aber keine Probleme damit, die Politiker zu verstehen, meine Probleme mit der
Politik liegen anderswo, fragt mich danach mal ein Promi? Nein, weil es
natürlich viel leichter ist zu sagen „Politiker müssen volksnäher werden“, man
geht mit ihnen einen Kaffee trinken und damit hat sich die Sache.
Konkrete Verbesserungsvorschläge werden typischerweise gar
nicht gemacht, aber selbstverständlich wird gesagt, dass man sich darum
kümmert. Kann man ja mitten im Wahlkampf auch nicht zugeben, dass es manche
Probleme einfach gibt, und man diese nicht lösen kann, ohne woanders neue
hervorzurufen.
Wenn man sich aber schließlich mit ein paar Aussagen
einzelner Politiker anfreunden kann, oder man diesen einfach nur sympathisch
findet (soll’s geben), so wird einem das direkt wieder madig gemacht, und zwar
durch Micki Beisenherz (oder so – „Deutschlands bestem Comedy-Autoren“) und
seine blondgelockte Kollegin, die ihm nur nach der Schnauze redet.
Jegliche Aussage der Politiker wird ins Lächerliche gezogen, und wenn an manchen Aussagen einfach nichts auszusetzen ist, macht man eben die Person lächerlich.
Im Endeffekt ist in 5 Tagen „Task Force Berlin“ nicht ein Politiker gut weggekommen, wer soll denn diese – so dargestellten – Witzfiguren jetzt noch wählen?
Jegliche Aussage der Politiker wird ins Lächerliche gezogen, und wenn an manchen Aussagen einfach nichts auszusetzen ist, macht man eben die Person lächerlich.
Im Endeffekt ist in 5 Tagen „Task Force Berlin“ nicht ein Politiker gut weggekommen, wer soll denn diese – so dargestellten – Witzfiguren jetzt noch wählen?
Ich bin mit der Einstellung an die Sendung herangegangen,
dass ich eigentlich weiß, wen ich wähle, ich mir aber gern auch nochmal andere
Stimmen anhöre, eine Meinung kann schließlich immer geändert werden. Ich muss
sagen, ich bin echt enttäuscht von der eigentlich so gut gemeinten Idee.
Also Leute, macht’s wie ich. Geht wählen. Nehmt eins unserer
wichtigsten Rechte wahr. Und wenn ihr’s schon nicht aus Interesse oder
Engagement macht, dann doch bitte wenigstens, damit nie wieder eine Sendung wie
„Task Force Berlin“ über den Bildschirm flackern muss.
