Zur Freizeit der Jugendlichen hat wohl jeder eine eigene Meinung und auch dazu, ab wann man als erwachsen gilt. Die Frage ist auch nicht ganz einfach, zumal es immer auf den Blickwinkel ankommt, allerdings kann man versuchen, wenigstens mal einen genauer darzulegen.
Zunächst: Jugendliche müssen viel zu früh erwachsen werden, haben schon in Kindertagen wenig Freizeit, weil die Schule sie dank des Abiturs in 12 Jahren voll und ganz einspannt. Allerdings hat man durchaus die Chance, seine geringe Freizeit entsprechend der eigenen Vorlieben zu gestalten, zwar nicht mehr in so großem Rahmen wie es früher einmal der Fall war, aber wenn man die echte Liebe für ein Hobby empfindet, so findet man auch einen Weg, dieses auszuüben, zumal die Schule, auch wenn sie viel Freizeit nimmt, ein Angebot macht durch vielfältige Arbeitsgemeinschaften.
Die Freizeit bietet die Möglichkeit, sich frei zu entfalten, also einen wichtigen Schritt Richtung Selbstständigkeit zu tun, was nach Klaus Hurrelmann ein wichtiger Aspekt des Erwachsen-Seins ist. Erwachsen sein und volljährig sein sind also durchaus zwei unterschiedliche Dinge. Geht man nach Hurrelmanns Ausführungen über den Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenalter, so werden manche Menschen wohl nie erwachsen. Wichtig sind laut Hurrelmann die Abnabelung von den Eltern, Eigenverantwortlichkeit und eine feste partnerschaftliche Bindung. Was ist aber zum Beispiel mit den Menschen, die sich in Fernseh-Shows wie „Bauer sucht Frau“ wiederfinden? Sicher sind die Fälle übertrieben dargestellt, allerdings gibt es sie im Prinzip auch in der Realität. Und Menschen, die in keiner Beziehung leben, sind diese nicht erwachsen?
Hurrelmann schreibt: „[…] der feste Aufbau einer eigenen Partnerbeziehung zum anderen Geschlecht ist vollzogen[…].“ Da drängt sich die Frage auf: Was ist mit homosexuellen Beziehungen?
Man merkt also, dass Hurrelmanns Thesen durchaus Schwachstellen haben, wobei das zu verzeihen ist, ist es nun mal einfach schwer, eine Generation zu charakterisieren, die nicht die eigene ist. Trotz seiner Kenntnis von Sozialwissenschaften haben sich die Kriterien für ein Dasein als Erwachsener seit 1944 vermutlich durchaus geändert. Dass in seiner Jugend partnerschaftliche, heterosexuelle Beziehungen wichtig waren, ist typisch für die Zeit, allerdings ist dies als Anhaltspunkt für die innere Reife eines Menschen wohl doch eher ungeeignet.
Einen moderneren Ansatz liefert Gerhard Schulze, obwohl auch er 1944 geboren ist.
Laut Schulze dominieren zwei Wünsche die Jugendlichen: Individualität und Zugehörigkeit.
So konträr diese Wünsche sind, so sehr beeinflussen sie die Freizeitgestaltung der Jugendlichen.
Wie schon Christian Kracht in seinem Roman Faserland den Protagonisten umherreisen lässt, in der Hoffnung, irgendwo dazu zu gehören, so befinden sich Jugendliche auch auf dieser Reise. Krachts Hauptfigur verschlägt es schließlich auf ein Rave-Festival, auf dem er Individualität und Zugehörigkeit in ihrer Reinform erlebt. Individuell ist er insofern, dass er äußerlich überhaupt nicht angepasst ist, durch seine Kleidung fällt er auf. Zugehörig ist er aber, weil er mit anderen Menschen ins Gespräch kommt.
Die Jugendlichen suchen sich Freizeitbeschäftigungen, die ihren persönlichen Präferenzen entsprechen und finden dabei Gleichgesinnte. Sind also individuell, weil sie ein Hobby haben, welches nicht jeder hat, gleichzeitig gehören sie aber zu einer Gruppe, weil manche Menschen dieses Hobby teilen.
Diese gegensätzlichen Wünsche zeigen sich bei den heutigen Jugendlichen sehr stark. Es ist modern, gegen den sogenannten Mainstream (dt. Hauptstrom) zu sein, die Mehrheit behauptet von sich, gegen Mainstream zu sein, aber ist das dann nicht auch wieder Mainstream?
Wie erleben also Jugendliche ihre Freizeit? Sie probieren sich aus, um Vorlieben herauszufinden, sie schaffen einen Ausgleich zu Disziplin und Arbeit. Dieser Ausgleich endet zwar häufig im Illegalen, wie zum Beispiel Alkoholkonsum von Minderjährigen, jedoch ist genau dieses Ausprobieren wichtig, um sich über die Konsequenzen des eigenen Tuns bewusst zu werden, wer schon mal einen echten Kater hatte, weiß, wovon ich rede.
Zunächst: Jugendliche müssen viel zu früh erwachsen werden, haben schon in Kindertagen wenig Freizeit, weil die Schule sie dank des Abiturs in 12 Jahren voll und ganz einspannt. Allerdings hat man durchaus die Chance, seine geringe Freizeit entsprechend der eigenen Vorlieben zu gestalten, zwar nicht mehr in so großem Rahmen wie es früher einmal der Fall war, aber wenn man die echte Liebe für ein Hobby empfindet, so findet man auch einen Weg, dieses auszuüben, zumal die Schule, auch wenn sie viel Freizeit nimmt, ein Angebot macht durch vielfältige Arbeitsgemeinschaften.
Die Freizeit bietet die Möglichkeit, sich frei zu entfalten, also einen wichtigen Schritt Richtung Selbstständigkeit zu tun, was nach Klaus Hurrelmann ein wichtiger Aspekt des Erwachsen-Seins ist. Erwachsen sein und volljährig sein sind also durchaus zwei unterschiedliche Dinge. Geht man nach Hurrelmanns Ausführungen über den Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenalter, so werden manche Menschen wohl nie erwachsen. Wichtig sind laut Hurrelmann die Abnabelung von den Eltern, Eigenverantwortlichkeit und eine feste partnerschaftliche Bindung. Was ist aber zum Beispiel mit den Menschen, die sich in Fernseh-Shows wie „Bauer sucht Frau“ wiederfinden? Sicher sind die Fälle übertrieben dargestellt, allerdings gibt es sie im Prinzip auch in der Realität. Und Menschen, die in keiner Beziehung leben, sind diese nicht erwachsen?
Hurrelmann schreibt: „[…] der feste Aufbau einer eigenen Partnerbeziehung zum anderen Geschlecht ist vollzogen[…].“ Da drängt sich die Frage auf: Was ist mit homosexuellen Beziehungen?
Man merkt also, dass Hurrelmanns Thesen durchaus Schwachstellen haben, wobei das zu verzeihen ist, ist es nun mal einfach schwer, eine Generation zu charakterisieren, die nicht die eigene ist. Trotz seiner Kenntnis von Sozialwissenschaften haben sich die Kriterien für ein Dasein als Erwachsener seit 1944 vermutlich durchaus geändert. Dass in seiner Jugend partnerschaftliche, heterosexuelle Beziehungen wichtig waren, ist typisch für die Zeit, allerdings ist dies als Anhaltspunkt für die innere Reife eines Menschen wohl doch eher ungeeignet.
Einen moderneren Ansatz liefert Gerhard Schulze, obwohl auch er 1944 geboren ist.
Laut Schulze dominieren zwei Wünsche die Jugendlichen: Individualität und Zugehörigkeit.
So konträr diese Wünsche sind, so sehr beeinflussen sie die Freizeitgestaltung der Jugendlichen.
Wie schon Christian Kracht in seinem Roman Faserland den Protagonisten umherreisen lässt, in der Hoffnung, irgendwo dazu zu gehören, so befinden sich Jugendliche auch auf dieser Reise. Krachts Hauptfigur verschlägt es schließlich auf ein Rave-Festival, auf dem er Individualität und Zugehörigkeit in ihrer Reinform erlebt. Individuell ist er insofern, dass er äußerlich überhaupt nicht angepasst ist, durch seine Kleidung fällt er auf. Zugehörig ist er aber, weil er mit anderen Menschen ins Gespräch kommt.
Die Jugendlichen suchen sich Freizeitbeschäftigungen, die ihren persönlichen Präferenzen entsprechen und finden dabei Gleichgesinnte. Sind also individuell, weil sie ein Hobby haben, welches nicht jeder hat, gleichzeitig gehören sie aber zu einer Gruppe, weil manche Menschen dieses Hobby teilen.
Diese gegensätzlichen Wünsche zeigen sich bei den heutigen Jugendlichen sehr stark. Es ist modern, gegen den sogenannten Mainstream (dt. Hauptstrom) zu sein, die Mehrheit behauptet von sich, gegen Mainstream zu sein, aber ist das dann nicht auch wieder Mainstream?
Wie erleben also Jugendliche ihre Freizeit? Sie probieren sich aus, um Vorlieben herauszufinden, sie schaffen einen Ausgleich zu Disziplin und Arbeit. Dieser Ausgleich endet zwar häufig im Illegalen, wie zum Beispiel Alkoholkonsum von Minderjährigen, jedoch ist genau dieses Ausprobieren wichtig, um sich über die Konsequenzen des eigenen Tuns bewusst zu werden, wer schon mal einen echten Kater hatte, weiß, wovon ich rede.

Dazu fällt mir nur die Werbung ein!!
AntwortenLöschenMutter zum kind am Schreibtisch zwischen massen an büchern
Mutter: "Mensch :) du bist ja fleißig was willste denn später mal machen ??"
Und der junge nach einer langen pause
"Spielen!"